Stationäre Maschinen


Arbeiten wie in einer richtigen Tischlerei

Wen das Holzvirus so richtig gepackt hat und wer dann noch über die nötigen Platzverhältnisse und Finanzen verfügt, der wird früher oder später auch den Wunsch nach großen stationären Maschinen hegen. Vor allem wenn man neben den Standard-Baumarkt-Massivholzplatten aus Fichte, Kiefer oder Buche gerne mal ein anderes Holz für seine Möbel verwenden möchte.

Die vier wichtigsten Stationärmaschinen stelle ich Ihnen hier einmal kurz vor. Dabei möchte ich vor allen Dingen die Formatsäge und den Abricht-Dickenhobel besonders hervorheben. Und wenn Sie sich nicht gleich beide Maschinen leisten wollen oder können, dann sollten Sie am besten mit einem guten Abricht-Dickenhobel beginnen. Vor allem rate ich von diesen unsäglichen „Mini-Dickenhobelmaschinchen“ dringend ab. Das ist in meinen Augen für einen Anfänger rausgeworfenes Geld! Denn er wird damit niemals in der Lage sein ebene, schnurgerade und exakt rechtwinklig zueinander verlaufende Flächen auszuhobeln. Außerdem bekommen Sie bereits für etwa 1000 Euro sehr gute gebrauchte Abricht-Dickenhobel, so dass es wirklich keinen Grund gibt für etwa 650 Euro eines dieser kleinen Maschinchen zu kaufen.

Mein Tipp: Fragen Sie mal ihren Tischler/Schreiner um die Ecke, ob er auf seinen Abrichthobel verzichten und nur noch mit einem Dickenhobel weiter arbeiten würde.

Die Formatkreissäge ist neben dem Abricht-Dickenhobel die wichtigste Stationärmaschine. Denn eine Formatsäge ist verantwortlich für einen präzisen und wiederholgenauen Zuschnitt aller Bauteile.
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Der Abricht-Dickenhobel ist die perfekte Ergänzung zur Formatsäge. Er sorgt bei sägerauen Brettern und Bohlen für glatt gehobelte und rechtwinklig zueinander verlaufende Flächen.
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Die Bandsäge ist kein Ersatz für eine Formatsäge. Sie kann aber nicht nur für den Zuschnitt geschweifter Werkstücke genutzt werden, sondern verfügt noch über viele weitere Talente (s. Video unten).
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Die Tischfräse ist dem Frästisch zwar sehr ähnlich, jedoch in Leistungsfähigkeit und Spanabname deutlich überlegen. Tiefe Falze, Profile oder Schlitz und Zapfen in einem Arbeitsgang sind damit kein Problem.
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Mein Tipp für Sie: Stationäre Maschinen sind wirklich toll, aber leider nicht ganz ungefährlich. Nicht ohne Grund darf ein Lehrling erst im dritten Ausbildungsjahr, nach dem erfolgreichen Besuch des Maschinenkurses, selbstständig Stationärmaschinen bedienen. Damit Sie ihren privaten Maschinenkurs ganz bequem zu Hause absolvieren können, habe ich dieses Buch geschrieben. In dem ersten Band erfahren Sie auf etwas mehr als 300 Buchseiten und knapp vier Stunden Videomaterial auf zwei beiliegenden DVDs alles Wichtige zur Abricht-Dickenhobelmaschine und zur Tischfräse. Wie aus meinen anderen Büchern gewohnt, erkläre ich beide Maschinen sehr ausführlich. Ich zeige Ihnen die Arbeitsweise, Einstellmöglichkeiten und gebe selbstverständlich auch Hinweise worauf Sie bereits beim Kauf ihrer Maschinen achten sollten. Besonders ausführlich erkläre ich Ihnen Schritt-für-Schritt, wozu Sie die Maschinen einsetzen können und welche Arbeitshilfen (selbstgebaute und kommerzielle) unbedingt nötig sind, um sicher und effektiv zum gewünschten Arbeitsergebnisse zu kommen. Wenn Sie schon mal einen Blick ins Buch werfen möchten, dann klicken Sie einfach drauf.


Hier schon mal mit zwei Videos von mir ein Vorgeschmack auf den zweiten Band „Handbuch Stationärmaschinen“, in dem es um die Themen „Bohren und Sägen“ geht und somit auch um eine extrem nützliche Maschine in der Holzwerkstatt - der Bandsäge. Viel Spaß dabei!