Tipps für eine „ordentliche Keilerei“

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1. Keile-Tipp:
Wenn Holzleisten (Anleimer) an hohe Schranktüren angeleimt werden müssen fehlt es in der Regel an ausreichend langen Zwingen. Eine einfache aber sehr wirkungsvolle Methode ist den Pressdruck für das Leimen mittels Holzkeile zu erzeugen. Dazu werden entlang der Kante Schraubzwingen (evtl. mit Zulagen) so auf der Türfläche befestigt, dass man zusätzlich zum Anleimer eine Hartholzzulage (ergibt eine besssere Druckverteiliung) und einen Holzkeil zwischen Zulage und Zwingenschiene einschlagen kann. Je fester der Keil mit dem Hammer zwischen Schiene und Zulage eingeklopft wird, um so mehr Druck wird auf die Leimfuge aufgebaut.
2. Keile-Tipp: Gut gekeilt, ist halb gehobelt!
Haben Sie schon mal versucht eine schmale und dünne Holzleiste (z. B. Anleimer, Glashalteleiste etc.) zu hobeln? Die Vorderzange der Hobelbank spannt diese Leiste nur sehr knapp ein und nach ein paar Hobelzügen hat sie sich schon wieder losgerissen. Aber auch die Bankhaken sind bei dünnem Material ungeeignet, da sich die Leiste bei Druck verbiegt.
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Abhilfe schafft hier ein einfaches Brett beispielsweise aus 18 mm Multiplex, in das Sie mit der Stichsäge eine keilförmige Aussparung sägen. Werfen Sie den herausgesägte Keil aber nicht gleich weg, denn er soll später die Leiste in der Aussparung fixieren. Spannen Sie danach dieses Keilbrettchen mit einer flachen Zwinge auf den Werktisch. Sorgen Sie dafür, dass Sie nicht in die Zwinge hobeln können, in dem Sie gegebenenfalls in dem Aufspannbereich der Zwinge das Brettchen etwas fälzen. Bei kurzen Holzleisten reicht in der Regel ein Keilbrettchen völlig aus. Bei längeren Leisten sollten Sie besser an jedem Leistenende eines dieser Brettchen einsetzen.
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Und so schnell und einfach funktioniert das Keilbrettchen:
Legen Sie die Holzleiste in die Aussparung und fixieren Sie das Ganze mit dem Keil, den Sie aus dem Brettchen herausgeschnitten haben. Jetzt können Sie selbst schmale und dünne Leisten sicher hobeln (s. Bild links oben). Der Keil hält die Leiste auf jeden Fall bombenfest!
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3. Keile-Tipp: Spannende Keilkraft
Keile sind wirklich nützliche Helfer. Sie sind vielseitig verwendbar und mit etwas Phantasie können Sie mit der Keilkraft sogar Werkstücke auf dem Multifunktionstisch oder einer gelochten Arbeitsplatte sicher festspannen. Alles was Sie dazu benötigen ist zunächst ein Rundstab, der im Durchmesser genau den Löchern der Arbeitsplatte entspricht. Dann noch 100 mm große quadratische Klötzchen aus 18 mm Multiplex und ein bis zwei lange, schmale Keile. Von den Rundstäben werden 30 mm lange Stücke geschnitten, die anschließend mit einer Schraube und etwas Leim unter die Multiplex- Quadrate geschraubt werden. Wenn Sie den Rundstab etwas versetzt unter das Quadrat schrauben, können Sie später das Quadrat ganz leicht durch Drehen auf zwei unterschiedliche Druckabstände einstellen. So lässt sich nahezu jede Form über die Kanten auf dem Tisch festspannen und Sie können im oberen Bereich bequem sägen, schleifen oder fräsen - ohne störende Zwingen.
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Stecken Sie die Quadrate mit den Rundstäben in die Löcher der Arbeitsfläche. Mit einem Keil, den Sie zwischen eines der Quadrate und der Holzkante einstecken, wird das Werkstück fixiert.
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Passt der Lochabstand der Arbeitsfläche und der Quadrate einmal nicht zur Werkstückgröße, können Sie durch zwei entgegengesetzt eingeschlagene Keile den Druckabstand einfach ausgleichen.